Wurzelbehandlung in der Stillzeit - eilig
Sehr geehrter Herr Dr. Koch,
ich habe starke Zahnschmerzen und befürchte daher, das eine Wurzelbehandlung nötig ist. Ich stille mein gestern ein Jahr alt gewordenes Kind aber noch in der Nacht.
Frage: ist es besser, das Kind sofort abzustillen? Es scheint mir so zu sein, dass doch letztlich immer schädliche Substanzen bei einer Wurzelbehandlung in den Körper gelangen. Mit einem Jahr braucht mein Sohn das Stillen auch nicht mehr für die Ernährung. Oder sollte ich den Zahn ziehen lassen und weiter stillen?
Als mein Sohn erst wenige Wochen alt war, hatte ich schon eine Wurzelbehandlung bei einem Zahnmediziner bekommen, der auf der Liste der Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin steht. Leider hat er den Nerv mit Toxavit abgetötet, ohne mich vorher darüber aufzuklären. Inzwischen weiss ich, dass das Medikament umstritten ist. Können Sie mir sagen, ob schädliche Substanzen aus diesem Medikament auf mein Baby, das ich damals noch voll gestillt habe, übergegangen sind?
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Patti
Wurzelbehandlung in der Stillzeit - eilig
Hallo Patti,
recht herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Toxavit sollte möglichst nicht mehr zum Abtöten des Zahnnerven genutzt werden. Im Rahmen einer Stillzeit ist eine provisorische Wurzelfüllung angezeigt, die nach der Stillzeit gegen eine definitive Füllung ersetzt werden kann.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang H. Koch
Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats
des Forums Natürliche Zahngesundheit e.V.