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Warum können tote Zähne krank machen?
Zu devitalen Zähnen kommt es, wenn das Zahninnere (die Pulpa) durch Bakterien infiziert wird und sich entzündet. In den meisten Fällen ist dies Folge einer fortgeschrittenen Karies. Durch die Säure der sog. Kariesbakterien wird der Zahn entkalkt; es entsteht eine kariöse Läsion, also ein Loch. Nach und nach wird das Zahninnere durch diverse Bakterien infiziert. Der Zahn stirbt ab und wird als "tot“ bezeichnet. In einem solchen toten Zahn befindet sich ein Gemisch aus Bakterien, Pilzen, Viren und Stoffwechselprodukten wie z. B. Endotoxine von anaerobe Bakterien wie Lipopolysaccaride oder Prostaglandin. Dies sind teilweise Anaerobier, die auch als Verursacher einer Parodontitis gelten und Erkrankungen des Zahnhalteapparates bewirken.

Ein intaktes Immunsystem wird sich gegen diese Störung mit einer Abwehr um den Zahn herum zur Wehr setzen und versuchen, die entstehenden gesundheitsbelastenden Stoffe abzufangen. Verbleibt der tote Zahn längere Zeit im Mund, kann es durch die Verstoffwechselung des abgestorbenen Zahnmarks zusätzlich zur Bildung von Eiweißzersetzungsprodukten wie den Schwefelverbindungen Mercaptanem oder Thioäther kommen. Sowohl die Bakterien als auch deren Toxine können sich z. B. über den Blutkreislauf im Organismus verbreiten. Der Infektionsherd im Zahnbereich infiziert somit nicht nur das umliegende Gewebe, sondern kann den gesamten Körper belasten. Der Zahn selbst bleibt dabei meist symptomlos; er schmerzt nicht. Die dauerhafte Auseinandersetzung des Körpers mit der chronischen Belastung kann allerdings zu einer stark überschießenden Reaktion des Immunsystems führen. Selbst an sich harmlose Stoffe wie Hausstaub oder Blütenpollen können dann zu starken Reaktionen oder sogar Allergien führen. Aber auch zahlreiche andere Beschwerden können durch einen toten Zahn hervorgerufen werden. Die Auswirkungen eines solchen Herdes sind allerdings nicht bei allen Menschen gleich, sondern individuell sehr unterschiedlich. Wie sich ein Herdgeschehen auf den Organismus auswirkt, ist abhängig von der Konstitution und Vorbelastung des Patienten, beispielsweise durch Erkrankung, Einnahme von Medikamenten oder Vererbung. An einen Herd z. B. einen toten Zahn, sollte gedacht werden, wenn eine allgemeine Erkrankung chronisch ist, sich jedweder Therapie widersetzt oder wenn im Falle einer Heilung der Krankheitszustand erneut eintritt (Rezidiv).


Symptome, die durch tote Zähne hervorgerufen werden können

Bei folgenden Symptomen sollte überprüft werden, ob ein Herd, beispielsweise ein toter Zahn, Ursache oder Verstärker der Erkrankung ist:
  • rheumatische Erkrankungen im Frühstadium (wenn noch keine Gelenkveränderungen eingetreten sind)
  • funktionelle Beschwerden an Gelenken und Muskulatur
  • Neuralgien
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Ekzeme und Hauterkrankungen
  • Allergien
  • ständig wiederkehrende Entzündungen einzelner Organe (z. B. Blasen- oder Gallenentzündungen)
  • Konzentrationsschwäche und chronische Müdigkeit

Weitere Informationen:


PDF Tote Zähne - Terroristen im Körper
Rosemarie Kappler (PDF, 83 KB)
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PDF Sollen tote Zähne erhalten werden?
Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch, Herne (PDF, 253 KB)
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Was ist Endodontie?

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Kann ein Zahnherd erhalten werden?
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