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Was ist Umwelt-ZahnMedizin?
Zahnarzt Dr. Wolfgang H. KochDarüber, was man unter Umwelt-ZahnMedizin versteht, sprachen wir mit dem Herner Link Zahnarzt Dr. Wolfgang H. Koch, Vorsitzender des Forum Natürliche Zahngesundheit e.V.

Forum: Herr Dr. Koch, Sie haben sich auf den Bereich Umwelt ZahnMedizin spezialisiert. Was genau versteht man eigentlich darunter?
Dr. Koch: Umwelt-ZahnMedizin meint die ökologische Betrachtung der Wechselwirkungen dentaler Materialien mit dem Gesamtorganismus. Konkret bedeutetdas, dass ein Umwelt-Zahnmediziner besonders darauf achtet, dass bei einem Patienten durch zahnärztliche Arbeiten und Maßnahmen eine minimale Belastung entsteht und der Organismus nicht mehr als unbedingt notwendig in Mitleidenschaft gezogen wird.

Forum: Das bedeutet also, dass erst ein Verträglichkeitstest gemacht wird, bevor eine Füllung eingesetzt wird, oder?
Dr. Koch: Das gehört dazu und ist in der Umwelt-ZahnMedizin Standard. Damit allein ist es aber noch nicht getan. Ganz wichtig ist eine ausführliche Anamnese. Dabei fragt der Umwelt-Zahnarzt zum Beispiel die Vorerkrankungen des Patienten ab und informiert sich über bereits bekannte Allergien und bestehende Reizfaktoren. Übrigens arbeitet ein Umwelt-Zahnmediziner in aller Regel nicht allein, sondern in einem medizinischen Netzwerk. Dazu gehören zum Beispiel Immunologen, Internisten, natürlich aber auch Heilpraktiker. Gerade bei chronisch kranken Patienten liefert der Austausch mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker dem Zahnarzt nämlich wichtige Informationen, die er benötigt, um für seinen Patienten die richtige Therapie wählen zu können.

Forum: Und nach diesen diagnostischen Maßnahmen weiß man dann, welches Material der Patient vertragen wird und welches nicht.
Dr. Koch: Das ist im Prinzip richtig. Allerdings muss man sagen, dass die Testergebnisse immer nur Momentaufnahmen sind. Sie geben also Hinweise darauf, dass bei einem Material für den Patienten in der augenblicklichen Situation keine gesund-heitlichen Risiken zu erwarten sind. Das bedeutet, dass sich das Risiko minimieren lässt. Ganz ausschließen kann man es nicht. Namhafte Umweltmediziner schätzen das Restrisiko auf ca. 25 %.

Forum: Für die Gruppe der chronisch kranken Patienten ist dieser Anteil recht hoch, oder?
Dr. Koch: Ja, Sie haben völlig Recht. Gerade bei Menschen mit chronischen Krankheiten muss man dem Aspekt des Restrisikos besondere Aufmerksamkeit widmen. Bei solchen Patienten ist nämlich häufig das Immunsystem gestört und auch die Entgiftungsfähigkeit des Körpers kann eingeschränkt sein. Chronisch Kranke reagieren in aller Regel deutlich empfindlicher auf Umweltbelastungen als gesunde Menschen. Wenn man bei solchen Patienten metallhaltigen Zahnersatz eingliedert, kann das bedeuten, dass sich die gesundheitlichen Risiken erhöhen. Der Mediziner spricht hier vom sog. Summationseffekt. Die Metalle geben ja ständig Bestandteile frei, die in den Organismus gelangen. Diesen Substanzverlust kann man nicht vermeiden. Also selbst, wenn ein Dentalmaterial zunächst als verträglich getestet wurde, kann es passieren, dass der Körper es zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr akzeptiert.

Forum: Also können dann noch Unverträglichkeitsreaktionen auftreten?
Dr. Koch: So ist es. Wenn aufgrund der Erkrankung die Entgiftungsfähigkeit des Patienten erschöpft ist, kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Auch stoffwechselbedingte Störungen sind dann nicht auszuschließen.

Forum: Das heißt also, wenn man chronisch krank ist und Zahnersatz braucht, muss man mit einem relativ hohen Restrisiko leben? Man ist also quasi doppelt gestraft.
Dr. Koch: Nein, mit dem hohen Risiko muss man nicht leben. Man kann das Unverträglichkeitsresiko zwar nicht auf Null senken, eine Absenkung in den Promill-Bereich ist allerdings möglich.

Forum: Wie das?
Dr. Koch: Heute gibt es glücklicherweise einen Werkstoff, der aus Vollkeramik besteht, also vollständig ohne Metall auskommt.

Forum: Damit wäre metallfreier Zahnersatz für Allergiker, elektrosensible und chronisch kranke Patienten ja quasi wie ein Königsweg zur Körperverträglichkeit.
Dr. Koch: Richtig. Das haben Sie sehr gut umschrieben. Genau so kann man es sagen.

Forum: Herr Dr. Koch, vielen Dank, dass Sie uns erläutert haben, was man unter Umwelt-ZahnMedizin versteht.


Weitere Informationen:

PDF Immer Präsenter: Die Umwelt-Zahn-Medizin.
Zahnmedizin Report (PDF, 3,11 MB)
PDF GZM entwickelt weltweit erstes Curriculum: Umwelt-ZahnMedizin - ein neues Tätigkeitsfeld für Zahnärzte (PDF, 12 KB)
PDF Bei chronischen Schmerzen auch an die Zähne denken: Viele Krankheiten haben ihre Ursache im Mund (PDF, 10 KB)
PDF 2. Symposium Umwelt-ZahnMedizin: "Der chronisch kranke Patient aus zahnmedizinischer und medizinischer Sicht", 24.02.2007 (PDF, 84 KB)
PDF 1. Symposium Umwelt-Zahn-Medizin: "Auf den Zahn gefühlt" (PDF, 14 KB)
PDF Für das Forum Natürliche Zahngesundheit ist ZahnMedizin ein Teilgebiet der Medizin, Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch, Herne (PDF, 12 KB)



Was ist Umwelt-ZahnMedizin?

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